Monat: November 2020

Identität und Sprache der Ostfriesen

Identität und Sprache der Ostfriesen

„Säi hebbent tēgen däi Düütsken spöölt“, sagte Oma Johanna früher. Oma Johanna war eine echte Ostfriesin aus Rhauderfehn. Und die Deutschen? Ach, damit wollte sie sagen, dass die andere Mannschaft aus dem oldenburgischen Raum kam. Viele Ostfriesen bezeichneten sich selbst nicht als Deutsch und auch ihre Sprache wurde immer nur Ōstfräisk oder Ōstfräisk Tóól genannt.

Westfriesische Version – Westfryske ferzje

Ostfriesische Namen

Ostfriesische Namen

In dem von uns unterstützten Projekt für ein standardostfriesisches Wörterbuch nimmt unser Mitglied Onno Feldmann jetzt auch regelmäßig ostfriesische Vor- und Nachnamen auf. Dabei geht es nicht um die Aussprache der Namen auf deutsch, sondern um die Aussprache auf Ostfriesisch. Die alten ostfriesischen Namen wie Onno, Ubbo, Fokko werden auf Ostfriesisch nämlich ganz anders ausgesprochen:

„Das hängt mit der Verkürzung zusammen, die wir überall im Ostfriesischen haben. Auf Ostfriesisch heißt jemand der Ubbo heißt Ueb und jemand der Fokko heißt Foek. Ich kenne das von meiner Familie ebenso das man mich Oen nennt.“ meint Feldmann.

Das die Namen so ausgesprochen werden ist noch nirgends so dokumentiert worden, außer beim Holger Weigelt, der ein paar einzelne beschrieb. Mit diesem Zweig unseres Projektes wollen wir die Ostfriesische Sprache auch in diesem Bereich unterstützen und unsere Namen erhalten.

Das Wörterbuch finden Sie hier: oostfraeisk.org